Neuer Deutscher Jazzpreis 2018

Übersicht

– Der Kurator

– Das Festival

– Die Sponsoren

Der Kurator

Für den Neuen Deutschen Jazzpreis 2018 konnten wir die lebenende Legende, den weltweit respiektierten Trompeter Wallace Roney gewinnen. Wallace Mentor war Miles Davis, nachdem dieser ihn 1983 bei seiner Geburtstagsgala in der Carnegie Hall gehört hatte. Die Zusammenarbeit mit Davis schulte ihn als Melodiker und offenbarte ihm den Weg, die höchste Kreativität in der Musik anzustreben und diese kompromisslos voran zu treiben. Er gehört zur Generation derjenigen, die ihren Horizont in Sachen Handwerk, Stilistik, musikalischen Ausdruck und Leidenschaft im direkten Austausch mit den Meistern der damaligen Zeit erweitern konnten.
Auch Mit Tony Williams, Ornette Coleman, Art Blakey, Elvin Jones, Philly Joe Jones, Walter Davis Jr., Herbie Hancock, Jay McShann, David Murray, McCoy Tyner, Sonny Rollins, Curtis Fuller, Carole King, Joni Mitchell und Dizzy Gillespie teilte er die Liebe zum Jazz auf unzähligen Bühnen. Wallace steht für Melodienreichtum mit harmonischer Komplexität, stimmungsreiche Solos und unablässigen rhythmischen Schwung. Und live – das hat er immer wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt – bietet Wallace Roney noch viel mehr: er sorgt beständig für atemberaubende, energiegeladene Höhepunkte auf den Bühnen dieser Welt.
„My goal is to make the best music I can. I enjoy, listen and can play ALL types of music I filter my expression through the jazz experience.“(W.R.)

Das Festival

Freitag, 23. März 2018, 20.00 Uhr
Alte Feuerwache Mannheim [Brückenstraße 2]

Neuer Deutscher Kompositionspreis

Mit dem Neuen Deutschen Kompositionspreis erfüllt sich die IG Jazz Rhein Neckar einen lang gehegten Traum und erweitert mit der Auslobung dieses mit € 2000 dotierten Einzelpreises Ihren Wirkungsgrad von der reinen Förderung des konzertanten Live-Jazz hin zur aktiven Mitgestaltung der Inhalte – also zur Förderung der Weiterentwicklung des Jazz selbst.

Bewerben konnten sich Komponistinnen und Komponisten die bereits Kompositionen veröffentlicht hatten und die mit Ihrem Beitrag für diese außergewöhnliche Band und mit der Verschmelzung aus zeitgenössischem Jazz mit der besonderen Klangfarbe der Violone den interkulturellen Charakter des Jazz herausarbeiten wollten. Aus der Vielzahl von Bewerbungen aus ganz Deutschland wählte die Jury in einem anonymisierten Verfahren die folgenden drei KomponistInnen aus.

Über den Gewinner des Neuen Deutschen Kompositionspreises stimmt das Publikum direkt im Anschluss an die Präsentation der 3 Kompositionen ab. Bekanntgegeben wird der Gewinner am Samstag Abend im Rahmen der großen Preisverleihung nach allen Konzerten des Bandwettbewerbs.

Die Kompositionen werden in diesem Jahr von Projekt M präsentiert:

Projekt M
steht für die Zusammenkunft hochkarätiger Musiker mit den unterschiedlichsten musikalischen Hintergründen unter der Leitung des Mannheimer Trompeters und Komponisten Johannes Stange. Auch für den Neuen Deutschen Komponistenpreis 2018 wurde wieder eine besondere Mischung gefunden: Jörg Teichert (Gitarre) und Matthias Debus (Kontrabass) überzeugen als bekannte Musiker der Mannheimer Jazzszene und Julian Bossert (Altsaxophon) als Vertreter der avantgardistischen Szene. Rüdiger Kurz (Violone) fügt das Element der Alten Musik hinzu. Im Ensemble entsteht so ein außergewöhnlicher und äußerst vielseitiger Klang.

Die Komponisten

Jakob Helling war Jungstudent in Bremen, machte seinen Bachelor 2016 im Fach Jazz-Trompete an der Folkwang Universität in Essen und begann ein Masterstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz. Höhepunkte in seiner Laufbahn waren u.a. die Zusammenarbeit mit dem Bundesjazzorchester und der WDR Big Band in Köln. Verschiedene Kompositionsaufträge für diverse Klangkörper wie Sinfonie- oder Jazz-Orchester kann er ebenfalls vorweisen. Erst kürzlich war er ein Finalist der „Jazz Comp Graz 2017“.

2016, Berlin

Birgitta Flick studierte Saxophon am Jazz-Institut Berlin und am Royal College of Music in Stockholm. Aktuelle Projekte sind das „Birgitta Flick Quartett“ aus Berlin, die deutsch-schwedisch-finnische Band „Flickstick“, mit der sie 2012 den Jazz Baltica Förderpreis gewann, das Duo mit der New Yorker Pianistin Carol Liebowitz, welches vom Berliner Senat gefördert wird und die Stockholmer Band „Fluxmaschine“. Ebenfalls erhielt Flick bereits das Elsa-Neumann-Stipendium des Landes Berlin für ein Forschungs- und Kompositionsprojekt.

Alexandra Lehmler
gewann 2014 den Jazzpreis Baden-Württemberg und ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg. Ausgebildet wurde sie in Mannheim, Stuttgart und Paris und seit 2000 ist sie Bandleaderin und Komponistin des „Alexandra Lehmler Quintetts“ mit dem sie seit Jahren im In- und Ausland erfolgreich unterwegs ist. Desweiteren spielt sie bei großen Theaterproduktionen u.a. am Nationaltheater Mannheim mit, verwirklicht Jazzprojekte für Kinder und wurde 2012 für die „Bundeswerkstatt Jazz“ ausgewählt.

Kuratorenkonzert: Wallace Roney Quintet

Wallace Rooney backstage, Jazzfestival Ljubljana
© Rinderspacher

Wallace Roney – Trompete; Emilio Modeste – Tenorsaxophon; Oscar Williams – Piano; Curtis Lundy – Kontrabass, Eric Allen – Schlagzeug

Sein aktuelles Album „A Place in Time“ (2016) ist eine anspruchsvolle, straffe und kompromisslose Weiterführung der erstaunlichen, formalen und strukturellen Freiheiten des weltberühmten Miles Davis Quintet aus den 1960er Jahren.  Mit dem aktuellen Werk jedoch löst sich Roney aus diesem Vergleich, indem er einen größeren Spielraum, einen festeren Ton spielt und schärfere, musikalische „Attacken“ fährt – und darüber letztlich seine eigene Stilistik entwickelt. Zurzeit sind die Songs, die Wallace auswählt, eher charakterisiert durch eingängige Themen und harmonische Komplexitäten – während die Solos von starken Stimmungen und konstantem, rhythmischem Drive angetrieben werden. Ob er nun Uptempo-Klassiker oder Mainstream Balladen spielt, er interpretiert sie stets in seiner eigenen, besonderen Art.  Zusammen mit dem Tenor-Saxofonisten Emilio Modeste, dem Pianisten Oscar Williams, dem Bassisten Curtis Lundy und Eric Allen am Schlagzeug überzeugt Wallace Roney als einer der wichtigsten und kreativsten Trompeter seiner Generation – nicht nur auf seinen Einspielungen, sondern vor allem live!

Jazzpreis-Session

Nach dem Konzert der Kuratorin geht es weiter in der Café|Bar der Alten Feuerwache mit dem Jonas Kaltenbach Quintett.

Musik bildet Freundschaften – Freundschaften beflügeln Musik;
und weil sich mit und in dieser Mannheimer Band gute Freunde gefunden haben, die über ihr Dasein als Jazzstudenten hinaus viel Spaß miteinander haben, ist es kein Wunder, dass — wie im richtigen Leben auch — ihre Musik durch Spielfreude, gemeinsame Ziele, Empathie und Energie geprägt ist. Kein Wunder, denn für die fünf „Leidenschaftsgenossen“ ist die Musik auf dem besten Weg ins „richtige Leben“. Sie ist somit nicht mehr nur Sinnbild und Plattform für Wortspiele in Bandbeschreibungen, sondern manifestiert sich in Rhythmen, Harmonien, Melodien, Improvisation und Interaktion — und führt letztendlich zu einer ernst zunehmenden Darstellung der Charaktere von:

Jojo Mann – Gitarre
Bene Jäckle – Saxophon
Paul Janoschka – Klavier
Mario Angelov – Kontrabass
Jonas Kaltenbach – Schlagzeug

Samstag, 24. März 2018, 20.00 Uhr
Alte Feuerwache Mannheim [Brückenstraße 2]

Bandwettbewerb

Die drei für die Wettbewerbskonzerte von Wallace Roney ausgewählten Bands sind:

Die Finalisten

SALOMEA

Yannis Anft – synths, Oliver Lutz – e- & synth bass, Leif Berger – drums, drumpad, Rebekka Salomea – vocals, fx
SALOMEA ist eine „Contemporary Multi-Genre“ Band um die Halb-Amerikanische Sängerin, Komponistin und Texterin Rebekka Salomea. Die Band bezieht Einflüsse aus dem Mainstream, kombiniert sie mit der Freiheit von Improvisation und rahmt diese in komplexe, kompositorische Strukturen ein. Daraus entstehen Songs mit exzentrischen Beats, geformt aus elektronischen Instrumenten, Live-Effekten und einer erdigen, experimentierfreudigen Stimme. So hat sich SALOMEA eine eigensinnige Klangsprache erarbeitet, die sie an die vorderste Front der popularmusikalischen Avantgarde katapultiert hat.

Sebastian Böhlen Sextett

Matthias Bergmann – Trompete, Stefan Schmid – Saxophon. Sebastian Böhlen – Gitarre, Volker Engelberth – Klavier. Jakob Dreyer – Kontrabass, Peter Gall – Schlagzeug
Böhlen ist ein variantenreicher Klangmaler, der mit breitem Pinsel ganze Landschaften entstehen lassen, aber auch mit wenigen warmen Tönen große Spannungsbögen aufbauen kann. Jeden musikalischen Moment ausnutzend, interpretiert das Sebastian Böhlen Sextett ein Programm, welches ausschließlich aus Kompositionen des Bandleaders besteht. Da die Musiker sich seit über zehn Jahren kennen, verwundert es kaum, dass sie sich musikalisch blind verstehen. So kann Sebastian Böhlen aus all seinen musikalischen und außermusikalischen Inspirationen schöpfen, sie zu einer persönlichen musikalischen Sprache verweben und diese zusammen mit seinen Mitspielern durch großes ästhetisches Verständnis und traumhafte Fantasie zum Leben erwecken.

Vincent Eberle Quintett

Vincent Eberle – Trompete, Flügelhorn, Paul Brändle – Gitarre, Leo Betzl – Klavier, Maximilian Hirning – Kontrabass , Sebastian Wolfgruber – Schlagzeug
Das Vincent Eberle Quintett fand erstmals 2014 während des gemeinsamen Studiums am Jazz-Institut der Münchner Musikhochschule zusammen. Inzwischen ist das Ensemble regelmäßig zu hören und aus der süddeutschen Jazzszene nicht mehr wegzudenken. Das Repertoire spannt einen Bogen von Jazz-Standards zu ausdrucksstarken Eigenkompositionen. Zusammen schaffen die Musiker einen originären und modernen Sound, der sich nicht scheut die Verbindung zu Traditionen au?eben zu lassen. Im Dezember 2016 präsentierte das Quintett sein Debüt-Album und wurde 2017 mit dem LAG-Jazzpreis ausgezeichnet.

Die Sponsoren

Hauptsponsor des Bandpreises ist seit 2015 die L-Bank. Eingebettet in deren Engagement für die heimische Jazz-Szene hat die Förderbank des Landes Baden-Württemberg die Ausrichtung des Neuen Deutschen Jazzpreises auch 2017 unterstützt. Für die passende Gestaltung vom Plakat bis zur Facebook-Seite sorgt die Mannheimer Kommunikationsagentur Signum communication GmbH. 2017 hat die IG JAZZ Rhein-Neckar e.V. außerdem erstmalig einen weiteren Preis ausgeschrieben, den Neuen Deutschen Kompositionspreis. Ermöglicht wurde der Kompositionspreis durch die Förderung der Firma MST agion Funktionelle Oberflächentechnik.  Ausgerichtet wird das Festival in Kooperation mit der Alten Feuerwache Mannheim gGmbH. Ein großer Dank gilt auch der Stadt Mannheim und dem Kulturamt, die das Festival seit vielen Jahren fördern und immer zur Seite stehen. Außerdem bedanken wir uns beim Jazzinstitut Darmstadt für die langjährige Unterstützung.

Made In Mannheim: W E L S

Dienstag, 20.02.2018 – 20:00 Uhr
Klapsmühl’ am Rathaus [D6, 3], € 8,-/5,-

Besetzung:
Julius Gawlik – sax
Ferdinand Schwarz – trp
Johannes Mann – guit
Daniel Nagel – bass
Felix Ambach – drums

W E L S vereint fünf junge Musiker aus Köln, Amsterdam und Berlin. Die kollektive Band spielt ungezwungen. Modern Jazz. Voller Energie und Spielfreude.

Die Eigenkompositionen schwanken zwischen schwebenden Flächen und energetisch swingenden Improvisationen. Sie bieten Raum für die unterschiedlichen musikalischen Persönlichkeiten und für die Geschichten die sie erzählen. Im Mittelpunkt immer das Hören und Eintauchen in die Musik.

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Lisbeth Quartett – There is only make

Dienstag, 06.02.2018 – 20:00 Uhr
Klapsmühl’ am Rathaus [D6, 3], € 13,-/9,-/5,-

Besetzung:
Charlotte Greve – sax
Manuel Schmiedel – piano
Marc Muellbauer – bass
Moritz Baumgärtner – drums

„Ein Quartett auf internationaler Augenhöhe“ (Süddeutsche Zeitung)

„Selten ist große Ausdruckskraft von so viel Anmut getragen wie in diesen Aufnahmen des Lisbeth Quartetts. Mindestens im Jazz, vielleicht auch darüber hinaus.” (Roland Spiegel, BR)

Zeit ist relativ, das wissen nicht nur Philosophen und Quantenphysiker. Auch das Lisbeth Quartett hat von je her einen eigenen Zeitbegriff. Erkennbar an der inneren Ruhe, mit der die Band ihre transparente bis dichte Musik im Studio und auf der Bühne entwickelt. Und an Charlotte Greves hintergründigen, teils lyrischen, im besten Sinne zeitlosen Kompositionen, die Tiefgang und unaufdringliche Leichtigkeit vereinen. Letztere resultiert vor allem aus Greves sensiblem und souveränem Spiel sowie ihrem leuchtenden, schwebenden Saxophonton. Mit geduldiger Zielstrebigkeit ist das Lisbeth Quartett weit gekommen. 2009 gegründet, seit 2012 paritätisch auf Berlin und New York verteilt, wurde es für seine zweite CD Constant Travellers mit einem Jazz-Echo als Newcomer des Jahres ausgezeichnet. Der Nachfolger Framed Frequencies (01/2014) erhielt ebenfalls viel Lob, auch international. „Charlotte Greve gilt als die neue Saxofonhoffnung der Republik“, war in der Süddeutschen Zeitung zu lesen, und im Fono Forum stand: „Mit großer Seelenruhe und einer nie zur Schau gestellten Virtuosität begeben sich hier vier Musiker auf eine viel versprechende Expedition.“ Melodische Bögen und klare Formen, subtiles Zusammenspiel und moderne Haltung geben dem Lisbeth Quartett einen eigenständigen Charakter und ein  internationales Profil.

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Maxime Bender ‚Universal Sky‘ feat. David Binney

Dienstag, 30.01.2018 – 20:00 Uhr
Klapsmühl’ am Rathaus [D6, 3], € 13,-/9,-/5,-

 

 

 

 

 

Besetzung:
Maxime Bender – sax
David Binney – sax
Manu Codjia – guit
Jean-Yves Jung – org
Jérôme Klein – drums

 

Das Universum ist unendlich und hat keine Grenzen. Wir leben alle unter dem selben Himmel und sind durch so viele Dinge verbunden, so auch durch die Musik. Musik bringt die Menschen zusammen, Menschen aus der ganzen Welt, egal welche Sprache sie sprechen. In der Musik kann jeder mit jedem kommunizieren. Das neue Projekt von Maxime Bender, „Universal Sky“, mit Manu Codjia auf der Guitarre, Jean-Yves Jung auf der Orgel und Jérôme Klein auf dem Schlagzeug ist ein französisch-luxemburgischer Mix. Das Ziel des Projektes ist es die Grenzen zu überspringen und Emotionen durch Musik auszudrücken. Die vier Mitglieder der Band haben zurzeit sehr erfolgreiche Karrieren als Leader und Sidemen von mehreren Projekten und bringen hiermit eine Vielfalt von Erfahrung und Talent auf eine Bühne.

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First Circle

Dienstag, 23.01.2018 – 20:00 Uhr
Klapsmühl’ am Rathaus [D6, 3], € 13,-/9,-/5,-

Besetzung:
Viktor Fox – sax
Roger Kintopf – bass
Felix Ambach – drums

„Kaum zu sagen, wann ein solcher Zauber das Gemüt zum letzten Mal angetastet hat.“ (taz.blogs)

„Du hörst rein, bist sofort drin und kommst lange, lange nicht mehr raus.“ (op-online.de)

Ihre Musik ist selbstbewusst, humorvoll, melancholisch, frech, nachdenklich, modern, traditionell, enorm fokussiert.

Seit Ende 2014 stellen First Circle in ihrer Besetzung als Trio ohne Harmonieinstrument Improvisation und Interaktion in den Vordergrund und versuchen so neue Wege zu beschreiten. In ihrem ausschließlich aus Eigenkompositionen bestehenden Programm vertiefen die jungen Musiker die Möglichkeit des Zusammenspiels so weit wie möglich, wobei ihr charakteristisch akustischer Bandsound zum Tragen kommt.

Das Trio gewann bei der „Bundesbegegnung Jugend Jazzt 2015“ den Studiopreis des DLF, den Sonderpreis der UDJ für ihre herausragenden Kompositionen, sowie den Konzertpreis der Eldenaer Jazz Evenings 2016. Victor Fox gewann zudem einen Solistenpreis.
Nach ihrem ersten Album „Conversations with the unknown“ erscheint nun im Juni 2017 ihr aktuelles Album „GLÄÜÖ“, aufgenommen im Kammermusiksaal des Deutschlandfunk und veröffentlicht bei Unit Records.

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Shannon Barnett Quartett

Dienstag, 16.01.2018 – 20:00 Uhr
Klapsmühl’ am Rathaus [D6, 3], € 13,-/9,-/5,-

Besetzung:
Shannon Barnett – trombone
Stefan Karl Schmid – sax
David Helm – bass
Fabian Arends – drums

Das ist aufmerksame, kommunikative, jazzig lustvolle Musik um eine Künstlerin, die ihren Platz in der Riege der Virtuosen gefunden hat” (Jazzthing)

Die australische Posaunistin und Komponistin Shannon Barnett lebt als jüngstes Mitglied der WDR Big Band erst seit drei Jahren in Köln. Vor ihrem Umzug nach Köln, lebte sie in Melbourne und New York. Dort spielte sie mit Musikern wie Darcy James’ Secret Society, Kurt Rosenwinkel, Ralph Alessi’s SIM Big Band, Jon Faddis and Charlie Haden. Umtriebig in der ansässigen Jazzszene hat sie sich aber bereits ein Quartett aus hochkarätigen Improvisatoren zusammengestellt.

Das Quartett bilden neben Shannon die außergewöhnlichen Musiker Stefan Karl Schmid am Saxophon, David Helm am Bass und Fabian Arends am Schlagzeug. Zu den zahlreichen Auftritten ihres Quartetts zählen Konzerte auf dem Kölner Acht Brücken Festival, dem Winterjazz Festival Köln und dem Peng Festival in Essen. In 2016 machte das Quartett eine erfolgreiche Konzertour nach Australien und war auch als Finalisten des neuen deutschen Jazz Preises nominiert. Ihre neues Album ʻHypeʼ wurde in September 2017 auf Double Moon/Challenge Records International veröffentlicht.

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Made In Mannheim Special: Smazz In Concert

Dienstag, 09.01.2018 – 20:00 Uhr
Klapsmühl’ am Rathaus [D6, 3], € 8,-/5,-

Besetzung:
Die JazzOrchester der Schulmusikabteilung der Musikhochschule Mannheim
Leitung – Jochen Welsch

Mittlerweile schon ein fester Bestandteil eines jeden Klapsmühl-Halbjahres – der Semester-Abschluß ‚Smazz In Concert‘

Die Schüler für Musik begeistern, das ist das Ziel der Studenten, die an der Musikhochschule Mannheim im Fach Schulmusik ausgebildet werden. Durch seine mitreißende  Vitalität und die Fähigkeit, sich stetig durch andere Einflüsse weiter zu entwickeln, eignet sich gerade der Jazz dazu, Begeisterung zu wecken. Daher spielt diese Musikrichtung bei der Ausbildung zum Musiklehrer eine immer größere Rolle. Seit dem Aufbau der Ensembles im Jahr 2006 leitet der Komponist und Arrangeur Jochen Welsch diesen Zweig der Schulmusik-Abteilung. Zum Abschluß des Semesters präsentieren die Schulmusiker-Combo und -Bigband das Ergebnis ihrer Arbeit. Lassen Sie sich begeistern von den mitreißenden Beiträgen der Studenten.

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Christoph Beck Quartett

Dienstag, 19.12.2017 – 20:00 Uhr
Klapsmühl’ am Rathaus [D6, 3], € 13,-/9,-/5,-

Besetzung:
Christoph Beck – sax
Andreas Feith – piano
Sebastian Schuster – bass
Thomas Wörle – drums

„Von einem echten Debüt mag man in diesem Fall allerdings gar nicht sprechen. Zu versiert ist Becks Spiel, zu reif sein Saxophonton, zu meisterhaft das Zusammenspiel des Quartetts.“ (Jazzpodium)

Christoph Beck legt zusammen mit Andreas Feith, Sebastian Schuster (Landesjazzpreisträger Baden-Württemberg 2017) und Thomas Wörle mit „Reflections“ sein erstes Album unter eigenem Namen vor, welches die Strahlkraft eines Leuchtfeuers in einer zunehmend unübersehbaren deutschen Jazzlandschaft besitzt. Ausnahmslos eigene Kompositionen mit unkonventionellen Titeln wie zum Beispiel „Grellgruen“, „Nutzlos“, „Unveraenderlich“ oder „Unbekannte Schatten“ skizzieren die suchende Persönlichkeit Becks, der für die Umsetzung bewusst eine konventionelle Besetzung gewählt hat. Sowohl bei Balladen wie bei Uptempo-Nummern wählt der Stuttgarter einen eigenen Weg, der ihn bald als markante Stimme mit Alleinstellungsmerkmal hervorheben dürfte. Eine Musik wie eine Signatur: Verspielte Melancholie trifft auf skeptischen Optimismus. Für das handelsübliche Schubladendenken einfach eine Nummer zu groß.

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Fearless Trio (Ludwig/Nabatov/Arends)

Dienstag, 12.12.2017 – 20:00 Uhr
Klapsmühl’ am Rathaus [D6, 3], € 13,-/9,-/5,-

Besetzung:
Johannes Ludwig – sax
Simon Nabatov – piano
Fabian Arends – drums

Was passiert, wenn drei virtuose Improvisatoren aufeinander treffen, die sich stilistisch ständig umfassend weiterbilden und sich nie mit dem Erreichten zufrieden geben, zeigt sich in diesem Trio.

In der Band um den Altsaxophonisten Johannes Ludwig trifft der Klavier-Großmeister Simon Nabatov auf den Schlagzeug-Shootingstar Fabian Arends, um die Musik des Bandleaders in wunderbar frischem Gewand zu präsentieren.

Johannes Ludwig hat schon viele Projekte unter eigener Federführung realisiert und sein mittlerweile sehr umfangreiches kompositorisches Werk in verschiedensten Besetzungen präsentiert, wie z.B. dem Johannes Ludwig Quartett, das beim Neuen Deutschen Jazzpreis 2016 den zweiten Platz belegte.

Das Fearless Trio ist sein jüngstes Baby, mit dem er seine Musik in neuer Art erklingen lässt. Hier werden bestehende Songstrukturen stärker als bisher gedehnt, aufgebrochen und im Flug neu geformt, wobei die Absenz eines Tieftöners vor allem dem Klavier besonderen Freiraum gibt, den Simon Nabatov mit größter Freude ausnutzt. Starke, einprägsame Melodien, funk-rockige Grooves und vielfarbige Harmonien werden abstrahiert, seziert, fermentiert und wieder zu einem schillernden Ganzen verschmolzen.

So spielt dieses Generationen übergreifende Trio eine faszinierende Musik, die zugleich eingängig, wild, leuchtend, unvorhersehbar, zupackend und mitreißend ist. Improvisation ohne Sicherheitsgurte, Zusammenspiel ohne Berührungsängste – „fearless“ eben.

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Made In Mannheim – Joander Cruz

Dienstag, 05.12.2017 – 20:00 Uhr
Klapsmühl’ am Rathaus [D6, 3], € 8,-/5,-

Besetzung:
Joander Cruz – sax/flute
Florin Küppers – guitar
Constantin Herzog – bass
Max Stadtfeld – drums

Dort, wo Jazz und brasilianische Musik zusammenkommen, entsteht ein besonderes musikalisches Erlebnis. Diese musikalische Fusion beweist, dass eins plus eins manchmal doch mehr als zwei ergibt.

Der aus Salvador, Brasilien stammende Saxophonist und Flötist Joander Cruz hat sowohl klassisches Saxophon als auch brasilianische Popularmusik an der Universidade Federal da Bahia studiert. Momentan macht er seinen Master an der Musikhochschule in Mannheim.

In seiner musikalischen Ausdrucksweise bringt er natürlicherweise einen immensen Grundschatz an brasilianischer und lateinamerikanischer Musik mit. Seine eigenen Arrangements und Kompositionen kennzeichnen sich hauptsächlich durch die Mischung aus brasilianischer Musik und Jazz, mit bunten Einflüssen afrikanischer und südamerikanischer Rhythmen. Diese mitreißende Kombination erfreut ein breites Publikum und ist der Hochbegriff einer positiven, angenehmen Konzertstimmung.

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